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February 27th, 2010

Tag 5 // Ein relativ ruhiger Tag

Nachdem wir gestern das Umland erkundet haben und Matt es wohl irgendwie am Abend mit der schärfe übertrieben hatte (ihr wisst doch: Männer müssen immer alles selbst austesten bis sie merken, dass auch die Frau mal Recht hat :P)

Naja. Von ein wenig Bauchweh geplagt, gingen wir die zahlreichen Tempel besichtigen. Von denen es in Thailand eine Menge gibt :)

An einem der Tempel sprach uns ein Mönch an, mit dem wir uns eine Weile unterhalten haben und der uns auch ein bisschen zu dem Tempel erzählt hat. Man glaubt gar nicht, wie alt die Figuren und meist auch die Gebäude sind (natürlich nur in ihren Grundformen).

Zudem sprachen wir übers Studium. Er studiert Politik und Sprachen. Konnte also recht gut Englisch :)

Ach ja, außerdem fand er es recht amüsant, dass ich älter bin als Matt. Mal davon abgesehn, dass er mir mein Alter erst nicht glauben wollte ;(
“You cheat your age!” sagte er grinsend.

Am Abend ging es dann zu dem Kletterladen um die Ecke, einen Kletterfilm schauen. K2 war der Titel.
Ein Film übers Schnee-/Eisklettern. Für Thailänder wahrscheinlich etwas völlig spannendes, da sie Schnee ja nicht wirklich kennen.

Als der Film vorbei war, gingen wir noch schnell zu der mit Garküchen beladenen Strasse, was Essbares finden.

Dort trafen wir ein Backpackerpaar wieder, das wir schon auf dem Weg nach Bangkok gesehen hatten. Die standen nämlich genauso ratlos am Flughafen wie wir ;) (oki, wir waren zu dem Zeitpunkt schon etwas schlauer;)) Auf jeden Fall gaben sie uns einen guten Tipp für Sukhothai bzgl. Unterkunft, da sie von Bangkok direkt dorthin sind und dann erst nach Chiang Mai. Diese werden wir dann mal austesten ;)

Relativ spät ging es dann nochmal los, zu einem Samstagmarkt. Leider fingen die Leute schon an, wieder einzupacken. Haben aber dennoch das meiste mitbekommen :) und der Sonntagsmarkt bestand uns ja auch noch vor.

February 26th, 2010

Tag 4 // Der Mietroller

Morgens 9:00 Uhr in Chiang Mai,
der durch die deutschen Verkehrsbehörden einschlägig vorbestrafte Martin Förster mietet bei Mr Mechanic, einem mehr oder weniger vertrauenswürdigen Rollervermietung mit angebundener Werkstatt, eine 110ccm Honda Wave.

Dieses kleine Gefährt verfügt über 4
schaltbare Gänge aber komischerweise keine Kupplung was mich als Motorradfahrer irgendwie etwas verwirrt. Naja egal.

Auf ging es in den thailändischen Linksverkehr, welcher selbst die Rushhour von Berlin wie eine Erholungsfahrt für Senioren aussehen lässt.

Geschwindigkeitsbeschränkungen gibt es ganz einfach nicht und ein Rechts vor Links System schonmal garnicht.
Gefahren wird dann wenn Platz ist und so schnell wie der Verkehr es zulässt und es funktioniert hervorragend.

Ab ging es ins Hinterland von Chiang Mai wo wir ganz relaxt über die Bergstrassen tuckelten und uns die schöne Landschaft angeschaut haben.

Wie wir feststellen durften war unsere kleine Honda Wave auch absolut Offroad tauglich und wir sind waghalsigsterweise über einen Feldweg zu einem Wasserfall gefahren.

Dann ging es wie so oft zu einer Garküche, wo wir zu 2. für sage und schreibe 70 Baht(das ist etwas mehr als nen Euro) gut gegessen und getrunken haben.

Wieder zurück in unserem Hostel haben wir uns frisch gemacht und sind im dunklen Stadtverkehr Richtung Warolot Market, ein sehr chinesisch orientierter Markt auf 3 Etagen, gefahren und haben uns ein wenig umgesehen.

February 25th, 2010

Tag 3 // Ankunft in Chiang Mai

Wie schon erwähnt, brach unser Zug mit leichter Verspätung Richtung Chiang Mai auf.

Im Zug selbst wurden wir erstmal freundlich zu unseren Betten geführt, die schon ausgebaut waren.

Eine nette Dame brachte uns eimerweise Bier und Wasser und nahm Bestellungen fürs Frühstück auf.

Mit uns im Abteil waren ca 20 weitere Backpacker, die ihren Weg Richtung Norden antraten (auf diese 20 Backpacker kamen grade mal 2 Einheimische).

Zu unserer Überraschung waren die Betten der 2. Klasse ziemlich bequem.
Die unteren Betten sind angenehmer, da sie am Fenster sind. Oben gab es dann, außer dem gelegentlichem Luftzug eines Fensters, Ventilatoren.

Nach einer recht angenehmen Nacht wurden dann nach und nach die oberen Betten wieder verstaut und die unteren zu Sitzen umgebaut. Auf den Sitzen kann man es sich recht bequem machen (wenn man nicht grade zu der größeren Fraktion Mensch gehört ;))

Gegen ca 9 Uhr konnte wir dann unser Frühstück – mit einer schönen Aussicht – verspeisen :) Oki, dass Frühstück war nicht so das Beste, aber man konnte es zu sich nehmen (Matt hatte Sandwiches und ich Spiegelei mit Toast und Marmelade). Dafür war die Landschaft umso atemberaubender und man realisierte jetzt erst richtig, dass man auf einem anderen Kontinent, in einem anderen Land angekommen war. Überall Urwald, Palmen, Bananenplantagen und dicker Bambus.

Gegen 13.45 Uhr – also ca 1 Stunde Verspätung – fuhren wir in Chiang Mai ein. Von dort ging es mit einem Songthaew (eine Art Sammeltaxi, dass überall jemanden einsammelt und/oder ablädt) ins Zentrum.

Nachdem wir unser Guesthouse (Banana G.H.) schnell gefunden hatten (wir wollten eigentlich erst ins Julies Guesthouse, aber das war leider ausgebucht. Das Banana ist aber direkt um die Ecke), nahmen wir erstmal eine Dusche und erkundeten dann noch etwas die Stadt.
Am Tapae Gate gibt es Starbucks, McDonalds, BurgerKing und PizzaHut
- wer es braucht ;) ansonsten befinden sich in der Umgebung eine Reihe von 7-eleven- oder Tescomärkten, wo man alles Nötige bekommt (Trinken, Pflegemittel), und der Strasse entlang eine Garküche nach der anderen. Abends gehts hier meist erst richtig los.

Wir fanden Chiang Mai auf anhieb viel angenehmer als Bangkok. Nicht so überladen. Die Verkäufer und TukTuk-Fahrer nicht so aufdringlich und auch von der Atmosphäre allgemein.

Für den nächsten Tag ist geplant, einen Roller auszuleihen.

Das eigentlich schlimme ist, dass hier jeder fahren kann wie er lustig ist. Man braucht noch nicht mals einen Führerschein. Beim Verleih muss man auch nur den Reisepass/Ausweis vorzeigen bzw ihn als Pfand solange da lassen.