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March 5th, 2010

Tag 11 // Von Khon Kaen nach Nong Khai

Wir haben geschlagene 01.19 Uhr. Noch 1 Stunde bis unser Zug kommt. Ich durfte es mir f√ºr ca eine Stunde “gem√ºtlich” machen.
Danke Schatz :*

Am Bahnhof sind wir nicht ganz allein. Eine Frau mit ihrem Kind wartet ebenfalls. Und in einer Ecke liegen komische S√§cke auf dem Boden. Aber noch mysteri√∂ser – sie bewegen sich. Der Inhalt: anscheinend Heuschrecken, die f√ºrs Essen gen√∂tigt werden. Schon ziemlich ekelhaft.

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Naja. Wie gewohnt, kam der Zug fast eine Stunde später. Da wir allerdings nur 3 Stunden Fahrt vor uns hatten, haben wir uns in die 3te Klasse gewagt (Der Preis für 2 Personen betrug 70 Baht. Ca 1,50 €). Ganz den Stil einer S-Bahn hatte es doch nicht, aber es ging.

Da die Tickets immer mit Platzreservierung sind, schauten wir ob unsere frei waren. Da es nicht der Fall war, stellten wir uns hin. Als der Kontrolleur kam, machte er wie selbstverständlich unsere Plätze frei. Was allerdings auch gut war. Denn 3 Stunden stehen hätte keiner mehr von uns um die Uhrzeit überstanden.

Die Einheimischen machten es sich so gut es ging bequem.

Bald bemerkte ich eine Gruppe von M√§nnern, die uns beobachteten und auch √ºber uns sprachen/scherzten. Das merkte ich daran, dass ein junger Mann gegen√ºber erst zu der Gruppe sah – dann zu uns und anfing zu grinsen.

Da das eine Weile so ging, kam langsam ein unwohles Gefühl auf, dass die Männer etwas im Schilde führen könnten.

Schon mit lauter Verteidigungsstrategien im Kopf kamen wir endlich in Nong Khai an (um ca 6 Uhr). Die Gruppe löste sich zum Glück schnell auf.

Etwas überrascht vom Bahnhof (da dieser größer ist, als der von Khon Kaen. Dabei ist Khon Kaen eine kleine Stadt mit Pubs und Kneipen und Nong Khai wirkt eher wie ein (zumindest am Morgen) kleiner verschlafener Ort), wurden wir auch gleich von einem TukTukFahrer angesprochen. Er wollte 30 Baht/Person, da wir aber nur 50 Baht klein hatten, konnten wir handeln. Allerdings wollten wir noch direkt unser Ticket für den 07.03. nach Ayutthaya kaufen. Dabei verloren wir den guten Mann irgendwie aus den Augen.

Ein anderes TukTuk ordern erschien sich erst schwerer zu gestalten als gedacht. Denn die wollten alle 50 Baht/Person. Fast das doppelte. Schon ziemlich dreist. Aber wir haben doch noch einen gefunden, der uns von dem 2 km entfernten Bahnhof in die Stadt fuhr :)

Er lud uns an dem Tempel Wat Sri Kunmuang aus. Von dort aus war es nicht mehr soo weit zu dem Mut Mee Guesthouse, das wir uns ausgesucht hatten. Voller Hoffnung gingen wir los, da wir vorher noch Emailkontakt hatten.

Total erschöpft mussten wir feststellen, dass die Rezeption erst um 8 Uhr öffnet. Das hieß dann ca 1 1/2 Stunden warten. Daher machten wir es uns an einem der vorhandenen Tische bzw Hängematten gemütlich. Dabei kam zum ersten Mal Urlaubsfeeling auf. Hängematten zwischen Palmen, der Mekong als Meerersatz und auf der anderen Uferseite blickt man auf Laos :)

Kurz nach 8 sagte uns die Frau, dass wir bis 11 Uhr warten müssten (da ist Check Out), dann wüsste sie, ob was passendes frei ist.

Wir total genervt und müde, überlegten ob wir bleiben oder gehen sollten. Da uns die Frau an der Rezeption anbot, solange in einer der Hängematten zu verweilen, blieben wir.

Ich hatte das Glück etwa 1 1/2 Stunden schlafen zu können. Matt leider nicht :( da über seiner Hängematte das Strohdach erneuert wurde. Geweckt hat er mich auch nicht :( Naja.

Um kurz nach 11 Uhr sagte die gute Frau von der Rezeption, dass ein Double für 380 Baht frei wäre. Da wir eigentlich ein billigeres Zimmer wollten, sagte wir, dass wir uns erstmal was anderes suchen. Sie uns aber vorsichtshalber noch auf der List lassen soll. Da andere Zimmer aber auch um die 300 Baht kosten, dachten wir uns: Scheiss auf die 80 Baht und im Eiltempo zurück.

Wie ich finde eine ziemlich gute Entscheidung! Unser Double ist ein 1-Zimmer-Bungalow mit kleiner Terrasse und einem Dschungelbad :D

Matt holte sich nach einer erfrischenden Dusche und etwas zu Essen dann erstmal seinen wohlverdienten Schlaf :)

Schon am Bahnhof in Khon Kaen war Matts Auge rot. Dachten erst, dass ein Äderchen geplatzt wäre. Naja Pustekuchen. Als wir ankamen, war es ziemlich rot, etwas eitrig und geschwollen :( Nachdem Duschen sah es dann besser aus und man dachte erst, dass das wieder geht. Aber nach seinem Schlaf, war es wieder ziemlich schlimm :( Ein Glück, dass um die Ecke ein Krankenhaus (Nong Khai Hospital) ist. Mit anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten an dem Empfangsschalter schickte man uns dann zur Notaufnahme. Es sah nicht sooo sauber aus, wie bei uns. Aber die Versorgung war optimal. Direkt nachgesehen. Es mit einer Kochsalzlösung ausgespült (was ziemlich schmerzhaft war :() und Augentropfen verschrieben. Da ich so eine Entzündung auch mal hatte, konnte ich zum Glück sagen, dass die Tropfen gut sind und helfen (hatte die gleichen Tropfen in Deutschland verschrieben bekommen. Also keine Angst ;D)

Danach sind wir noch auf die zum Guesthouse geh√∂rende schwimmende Bar gegangen und haben eine Kleinigkeit gegessen. War ziemlich lecker :) Hatte Gem√ºsefr√ºhlingsrollen. Matts Essen war auch suuuper lecker – nur leider auch super scharf :\ Also wenn man euch fragt: spicey or not?, antwortet dort nicht: a bit spicey ;)

March 3rd, 2010

Tag 9 // Von Sukhothai nach Khon Kaen …

… “nur” in 7 Stunden. Es war nur halb so anstrengend wie die Fahrt von Chiang Mai nach Sukhothai. Aber gut ;)

Morgens ging es wie gewohnt zeitig los, da wir den Bus um 11 Uhr nehmen wollten. Um 10.30 Uhr fuhr uns ein Mitarbeiter vom Hotel umsonst zum Busbahnhof. Er zeigte uns noch, wo wir das Ticket kaufen konnten und kurz darauf kam auch schon unser Bus.

Schön wieder mit AC. Da lies es sich aushalten.

An anderen Bushaltestellen kamen hin und wieder Verk√§ufer in den Bus, um Essen zu verkaufen. Diese lehnten wir aber immer dankend ab.

Als es langsam schon schon dunkel wurde, kamen wir in Khon Kaen an.

Ziemlich geschafft schaute wir uns eines der Gästehäuser an, die im Reiseführer aufgelistet waren (First Choice Guesthouse). Einstimmig beschlossen wir, dass das Zimmer bzw das Gästehaus nicht das beste war/ist. Schon ziemlich dreckig, verwinkelt und vorallem war es total heiss in dem Zimmer. Und damit meine ich so RICHTIG, RICHTIG heiß. Da schwitze man schon nur vom ansehen.

Also sind wir wieder raus. Die Besitzerin war dennoch freundlich und lud uns ein, zum Frühstück wieder zu kommen.

Erstmal gecheckt wo das n√§chste G√§stehaus/Hotel sein sollte und los. Es war unnormal heiss, sodass wir froh waren, nach langem Suchen das gute St√ºck (Puh Inn Hotel) gefunden zu haben. Ein 4-st√∂ckiges Hotel. Es gab nur Air Condition und ein Double kostet 300 – 350 Baht (Das sind ca 7 – 7,50 ‚Ǩ). Dazu gab es ein Bad mit warmer Dusche, WiFi und TV mit einigen englischsprachigen und einem deutschsprachigem Sender (Deutsche Welle Asien). Nur Batman Begins lief leider auf thai ;(

Und erw√§hnenswert ist, dass wir dort das bisher beste Bett hatten. Also von der Matratze her :) Die waren entwerder zu hart, zu weich oder man hat die Federung im R√ºcken gehabt … Dementsprechend GUUUUUT haben wir auch geschlafen :) Mussten uns ja schon mal f√ºr die folgende Tage ausruhen.

Morgen soll es nämlich mit dem Zug Richtung Nong Khai gehen. Von Khon Kaen eine Drei-Stunden-Fahrt. Klingt jetzt vielleicht nicht sooooo anstrengend, aber wir müssen den ganzen Tag bis 2 Uhr nachts überstehen. Denn erst dann fährt der erste Zug dahin. Der nächste um ca 4.15 Uhr und dann wieder einer um 5.05 Uhr. Naja. Da wir nicht so lange fahren, haben wir uns mal in einem Anflug von Dekadenz, 3te Klasse gegönnt (70 Baht für 2 Personen. Das sind ca 1,50 €). Bin gespannt. Von außen sah es immer so aus, wie die Gemütlichkeit einer S-Bahn.

March 1st, 2010

Tag 7 // Auf nach Sukhothai …

Guten Morgen und Hallo liebe Leser :)

Heute ging es schon zeitig los. Sachen gepackt und ab zum Busbahnhof.
Spontan wollten wir unser Ticket kaufen, ohne zu wissen, wann es los geht. Nachdem wir uns durch die zahlreichen Busgesellschaften geschlagen hatten (zwischen den Thaischriften und bunten Schildern gar nicht so einfach), wurden wir freundlich zu WIN Tour geschickt.
Das Ticket für 218 Baht pro Person und um 10.15 Uhr (in Deutschland 04.15 Uhr), also in einer halben Stunden, fuhr der Bus ab.

Noch schnell was zu trinken und essen organisiert. Dann ging es relativ pünktlich los. 5 Stunden Fahrt. Zum Glück in einem Bus mit Air Condition :)

In Sukhothai angekommen, wurden wir gleich von einem jungen Mann angesprochen, der günstige Zimmer anbot. Das Guesthouse heißt Sila Resort und ist bis auf ein paar Kleinigkeiten, auf die später noch eingegangen wird, sehr zu empfehlen :)

Da es sehr nett aussah, dachten wir uns: Anschauen schadet nicht. Nach einer warmen (!!!!*) Dusche ging es dann in die kleine Stadt.

Ein großer Nachteil ist, dass in den Duschen immer Mücken anzutreffen sind. Es sind 4 Gemeinschaftsbadezimmer, die dort auf der Etage verteilt sind. Daher waren dort allerdings keine Fenster vorhanden und die Räume nach oben hin geöffnet. Die Duschen/Toiletten waren aber super sauber.

(*Die erste warme seit wir hier sind)

Eigentlich wollten wir uns dort den Markt ansehen und etwas essen, aber als ich auf den Weg dahin einen Tempel fotografieren wollte, kam uns ziemlich aufgeregt und wild winkend ein alter Mönch entgegen gelaufen.

In schlechtem Englisch und mit Händen und Füßen gab er uns zu verstehen, dass es sich hier um einen Tempel und eine Schule handelt.

In der Mitte steht ein, sich im wiederaufbau befindender Tempel.

Er zeigte uns die Halle, wo sie derzeit ihre Figuren und Statuen untergebracht haben und zeigte uns, wie man im Buddhismus betet.

Er war richtig knuffig und etwas chaotisch :) Er bot uns was zu trinken an, schenkte uns einen Kalender mit dem Bild des K√∂nigs, der in Thailand sehr verehrt wird. Auf der R√ºckseite schrieb er uns eine kleine “Widmung”.

Klar ging es ihm um eine kleine Spende, die wir aber auch gern bereit waren zu geben … Nun sind wir auf Dachziegeln eines Tempels verewigt :D

Er zeigte uns zudem einige Danksagungen von anderen Leuten, die schon dort waren.
Vielleicht findet sich ja der eine oder andere Leser auf unserem Blog wieder, der auch dort war?

Fotos gibt es auch – allerdings war mein kleiner Starfotograf etwas zu nerv√∂s oder so, weswegen die Fotos mit mir nichts geworden sind :( (au√üer eins)

Es war schon ziemlich beeindruckend und wann hat man schon mal so eine Gelegenheit?! Am Ende erfuhren wir, dass er der leitende Mönch des Tempels war und konnten den Mönchen noch ein bisschen beim Beten zusehen.

Da an diesem Abend viele Fliegen in der Stadt unterwegs waren, gingen wir dann langsam Richtung Sukhothai Zentrum, um etwas zu essen. Da wir aber wegen der vielen Fliegen nicht auf eine Gark√ºche zur√ºckgreifen wollten, suchten wir uns ein Pub & Restaurant – Terrace and Trees war der Name. Es schien etwas gehobener zu sein, aber preislich noch oki.

Da wir heute auch unsere 11 Monate erreicht hatten, nahmen wir das mal als Ereignis um für umgerechnet nichtmals 10 Euro ausreichend zu Speisen und zu Trinken :)

Vollgefuttert ging es dann mit einem xxx für 40 Baht zurück zum Hotel. Er setzte sich eine Brille auf, was wegen den ganzen Fliegen praktisch war. Lustig sah es dennoch aus :)

Am Hotel nochmal schnell ins Internet (von unseren Zimmern aus leider nicht erreichbar, daher saßen wir immer an der Rezeoption). Dort sagte man uns auch, dass das mit den ganzen Fliegen nur heute so schlimm ist. Und wirklich. Am nächsten Tag waren zwar noch ein paar Fliegen da, aber erheblich weniger.

Wieder auf dem Zimmer, entdeckten wir dann eine Ameisenstrasse in unserem Zimmer. Diese fanden meinen Kulturbeutel ziemlich ansprechend. Fand ich jetzt nicht sooo lustig, aber gut. Matt ging dann direkt zur Rezeption, die dann in Panik geraten, schnell ein Gegenmittel besorgten.

Also das Personal war ziemlich nett und rund um die Uhr bemüht. Auch standen auf den Fluren überall Mückenspiralen. Also etwas unternehmem tut das Personal schon.

February 25th, 2010

Tag 3 // Ankunft in Chiang Mai

Wie schon erw√§hnt, brach unser Zug mit leichter Versp√§tung Richtung Chiang Mai auf.

Im Zug selbst wurden wir erstmal freundlich zu unseren Betten geführt, die schon ausgebaut waren.

Eine nette Dame brachte uns eimerweise Bier und Wasser und nahm Bestellungen fürs Frühstück auf.

Mit uns im Abteil waren ca 20 weitere Backpacker, die ihren Weg Richtung Norden antraten (auf diese 20 Backpacker kamen grade mal 2 Einheimische).

Zu unserer √úberraschung waren die Betten der 2. Klasse ziemlich bequem.
Die unteren Betten sind angenehmer, da sie am Fenster sind. Oben gab es dann, außer dem gelegentlichem Luftzug eines Fensters, Ventilatoren.

Nach einer recht angenehmen Nacht wurden dann nach und nach die oberen Betten wieder verstaut und die unteren zu Sitzen umgebaut. Auf den Sitzen kann man es sich recht bequem machen (wenn man nicht grade zu der größeren Fraktion Mensch gehört ;))

Gegen ca 9 Uhr konnte wir dann unser Fr√ºhst√ºck – mit einer sch√∂nen Aussicht – verspeisen :) Oki, dass Fr√ºhst√ºck war nicht so das Beste, aber man konnte es zu sich nehmen (Matt hatte Sandwiches und ich Spiegelei mit Toast und Marmelade). Daf√ºr war die Landschaft umso atemberaubender und man realisierte jetzt erst richtig, dass man auf einem anderen Kontinent, in einem anderen Land angekommen war. √úberall Urwald, Palmen, Bananenplantagen und dicker Bambus.

Gegen 13.45 Uhr – also ca 1 Stunde Versp√§tung – fuhren wir in Chiang Mai ein. Von dort ging es mit einem Songthaew (eine Art Sammeltaxi, dass √ºberall jemanden einsammelt und/oder abl√§dt) ins Zentrum.

Nachdem wir unser Guesthouse (Banana G.H.) schnell gefunden hatten (wir wollten eigentlich erst ins Julies Guesthouse, aber das war leider ausgebucht. Das Banana ist aber direkt um die Ecke), nahmen wir erstmal eine Dusche und erkundeten dann noch etwas die Stadt.
Am Tapae Gate gibt es Starbucks, McDonalds, BurgerKing und PizzaHut
- wer es braucht ;) ansonsten befinden sich in der Umgebung eine Reihe von 7-eleven- oder Tescomärkten, wo man alles Nötige bekommt (Trinken, Pflegemittel), und der Strasse entlang eine Garküche nach der anderen. Abends gehts hier meist erst richtig los.

Wir fanden Chiang Mai auf anhieb viel angenehmer als Bangkok. Nicht so überladen. Die Verkäufer und TukTuk-Fahrer nicht so aufdringlich und auch von der Atmosphäre allgemein.

Für den nächsten Tag ist geplant, einen Roller auszuleihen.

Das eigentlich schlimme ist, dass hier jeder fahren kann wie er lustig ist. Man braucht noch nicht mals einen Führerschein. Beim Verleih muss man auch nur den Reisepass/Ausweis vorzeigen bzw ihn als Pfand solange da lassen.

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