November 26th, 2009
Datensicherung?!
Eine wichtige Frage wenn man sich auf eine längere Reise, ob Backpacking oder nicht sei erstmal dahin gestellt, ist die Frage nach der Archivierung der geschossenen Fotos.Hier können je nach Ambition des Fotografen schonmal gut und gerne mehrere tausend Bilder zusammen kommen welche ja auch adäquat gesichert werden.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten seine Bilder zu speichern, mit verschiedenen Vorteilen aber auch Nachteilen.
Ich hatte das Problem vor kurzem und für mich war es wichtig auf einer 6 wöchigen Asienreise keinen Laptop mitnehmen zu müssen,
da man ja als Backpacker mehr aufs Gewicht achten muss als sonst jemand anders.
Nachfolgend stelle ich euch mal die verschiedenen Möglichkeiten mit Pro und Contras vor.
Speicherkarten
- Klein und leicht (+)
- verschiedene Größen (+)
- große Karten (16-32gb) relativ teuer (-)
- bei langer Reise unpraktisch (-)
Speicherkarten hat wohl jeder für seine Kamera aber je nach Kamera kann das zu einem unschönen Kartensalat ausarten,
denn wer wie ich eine digitale Spiegelreflexkamera besitzt und seine Bilder im RAW Modus schießt wird schnell an die
Grenzen seiner Karte kommen (z.B ist bei meiner Kamera ein Raw Bild ca 25mb groß)
Laptop
- viel Speicherplatz (+)
- volle Flexibilität (+)
- hohes Gewicht (-)
- nimmt viel Platz weg (-)
- Anfällig für Schäden (-)
Ein Laptop ist eine feine Sache, denn man ist sehr flexibel und kann jederzeit auf einem sicheren Weg seine Daten sichern
und dazu auch noch fast überall ins Internet gehen und seine Mails checken.
Der absolut entscheidende Nachteil ist jedoch das meist hohe Gewicht und die Anfälligkeit für Beschädigung.
Seien wir mal ehrlich, so ein Laptop ist nicht dafür gebaut das man mit Ihm eine wohlmöglich mehrmonatige Rucksackreise
unternimmt und Ihn wie einen echten Gebrauchsgegenstand benutzt. Die heutigen Laptop sind viel mehr auf Aussehen als auf
Robustheit konzipiert. Mehr zum Thema Laptop als Gebrauchsgegenstand auf Designsucht.de
Image Tank
- klein und handlich (+)
- hohes Datenvolumen (bis 500GB) (+)
- hohe Ausfallsicherheit durch Verify Funktion (+)
- teilweise sehr teuer (-)
- Akkuleistung bei vielen Geräten schwach (-)
- vereinzelt langsame Datenübertragung (-)
Image Tanks sind wie ich finde für Backpacker eine wunderbare Sache, denn diesen kleinen tragbaren
Festplatten mit eingebautem Cardreader ermöglichen gerade bei längeren Reisen eine bequeme Möglichkeit seine
wertvollen Bilder zu speichern. Wichtig beim Kauf eines Imagetanks ist die Verify Funktion, nochmal prüft ob alle
Bilddateien richtig und ohne Fehler auf den Imagetank kopiert werden konnten.
Imagetanks gibt es mit oder ohne Display aber ich empfehle fürs Backpacking einen Imagetank ohne Display, denn
ein Display kostet natürlich immer Akkuleistung und das kann gerade in Stromarmen Gebieten wie z.B Nordthailand
zu einem ernstzunehmenden Problem werden.
Fazit
Ein allgemeines Fazit zu ziehen ist sehr schwierig, da der Einsatz immer sehr vom persönlichen Reiseverhalten abhängig ist.
Nachfolgend eine kleine “Übersicht” für welchen Travellertyp welche Lösung sinnvoll sein könnte:
Der Butterdosenfotograf
Du bist ein Backpacker mit einer kleinen kompakten Fotokamera.
Dann ist sicherlich die Speicherkartenlösung am sinnvollsten für dich,
da du keine großen Datenmengen zu erwarten hast.
Der ambitionierte Fotograf ohne Mietwagen mit viel Fußmarsch
Du bist im Besitz einer digitalen Spiegelreflex und die Fotos deines Trips stellen für dich
einen unverzichtbaren Teil deiner Reise dar aber aufgrund des hohen Gewichtes deines
tollen und unbezahlbaren Wanderrucksacks kannst du keinen Laptop mitnehmen.
Dann stellt der Imagetank für dich die ideale Lösung dar *freu*
Der ambitionierte Fotograf mit Mietwagen und viel Strandurlaub
Du bist ein Fotograf, hast eine tolle Spiegelreflexkamera mit vielen dicken Objektiven.
Wenn du auf Reisen bist, hast du grundsätzlich einen Mietwagen dabei und findest nichts
schlimmer als lange Fußmärsche oder lange Zeiten ohne Strom.
Warum nimmst du nicht einfach deinen 17″ Laptop mit? ;)


